Deutlich weniger Stress: Durch Selbstmitgefühl

Aktualisiert: Juni 1



Du hast Stress in deinem Leben und möchtest das verändern? Versuch es einmal mit dieser Methode! Die Praxis des Selbstmitgefühls stammt aus der buddhistischen Weisheitslehre. Ich liebe sie! Denn sie ist einfach, wohltuend und wirksam! Es ist mir eine Freude, dir heute davon zu erzählen.


Selbstmitgefühl ermöglicht es dir, Gefühle von Ruhe, Vertrauen und Sicherheit in dir selbst auszulösen. Und damit Stress zu reduzieren. Ist das nicht genial? Und das beste daran: Du brauchst dazu nur dich selbst! Mach dir doch dieses Geschenk!



Eine Frage der Hormone


Sicher ist dir bekannt, dass unser System auf Stress mit dem Befehl „Flieh oder kämpfe!“ reagiert. Bei Stress werden die Hormone Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Der Blutdruck erhöht sich. Im Kampf mit dem Säbelzahntiger konnten wir durch die sofort bereitgestellte Energie unser Popöchen retten. Heute ist das eher selten notwendig.


Wird Stress nicht abgebaut, kann das langfristig verheerend wirken. Es zeigen sich häufig körperliche Symptomatiken wie Magenprobleme, Verspannungen, Schlafstörungen oder Depressionen. Ein Grund mehr für die Entscheidung, Stress entgegenzuwirken.



Oxytocin versus Cortisol


Du denkst dir vielleicht: „Naja, schon viel versucht. Nicht so realistisch, dass der Stress von heute auf morgen verschwindet.“ Muss er ja auch nicht. Sieh es doch mal so: Du kannst ja im ersten Schritt ein Gegengewicht dazu schaffen!

Und hier kommt ein zweites Hormon ins Spiel: Oxytocin. Auch als Bindungshormon bekannt. Dieses Hormon löst in uns eher solche Reaktionen aus: „Ich fühle mich sicher, bin in mir ruhig und vertraue.“


Klingt gut? Wie ich zu Anfang erwähnt habe: *Trommelwirbel!* Wir können dieses Gefühl in uns selbst hervorrufen. Indem wir uns selbst gegenüber freundlich und mitfühlend sind.



Selbstmitgefühl gegen Stress


Wie soll das im konkreten Fall funktionieren? Stell dir mal Folgendes vor:


Du hast Stress. Durch hohe Arbeitsanforderungen, Zeitdruck oder emotionale Angriffe. Vielleicht aber auch durch hohe Erwartungen an dich selbst. Und wenn du deine eigenen Erwartungen oder die der anderen nicht zufriedenstellend erfüllt hast? Dann kommt obendrauf noch fiese Selbstkritik. Und damit zusätzlicher Stress.

Was wäre an dieser Stelle hilfreich? Genau. Mitgefühl mit dir selbst. Dir einen Moment nur für dich zu nehmen und dir innerlich gut zuzusprechen. Dich zu trösten. Statt dich selbst zu verurteilen.



Sei freundlich mit dir selbst!


Was würdest du einer Freundin* raten, der es gerade schlecht geht? Weiter auf sich selbst herumzuhacken? Wohl kaum. Gut für sich zu sorgen? Schon eher. Vielleicht würdest du sie auf einen leckeren Snack einladen, mit ihr am Wasser spazieren gehen. Ihr liebevolle Aufmerksamkeit schenken und ihr zeigen, dass du sie annimmst, wie sie ist. Auch wenn mal etwas schief geht.


Und jetzt bist du dran: In der nächsten Situation, wenn etwas nicht ganz gerade läuft - gönne es dir selbst, dieses Geschenk! Verhalte dich freundlich dir selbst gegenüber. Und beobachte, was es mit dir macht. Deine Gefühle, Gedanken. Die körperlichen Reaktionen.

Sei dir selbst FreundIn.


Viel Erfolg wünscht dir

Gracia von Selbstbeschenkt

Integrales Coaching & Training


Fußnote:

* Aufgrund der leichteren Lesbarkeit verwende ich die weibliche Form, gemeint sind damit aber explizit m/w/d.


Mein Literaturtipp zum Thema:

Kristin Neff (2012), Selbstmitgefühl. Wie wir uns mit unseren Schwächen versöhnen und uns selbst der beste Freund werden.


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