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Was nährt dich & was kann weg? Dein Wochen-Review




Manchmal passiert es einfach und wir fallen aus unserer Balance, hinein in eine stressige Phase. Scheinbar von einem Tag auf den anderen sehen wir kein Ende des sich ewig drehenden Hamsterrades, und plötzlich werden wir Beobachter:innen der Negativspirale: Keine Ruhezeiten, schlechtere Ernährung, zu wenig Bewegung und körperlicher Ausgleich, das Immunsystem leidet. Vielleicht sind Halsschmerzen dein übliches Stress-Symptom, bei vielen kündigt sich ein Migräne-Schub an oder die üblichen Verspannungen im Nacken werden unerträglich.

Auch ich war in diesem Jahr unverhofft in einen solchen Strudel geraten. Und war im gesundheitlichen Ausnahmezustand. An der Stelle beschloss ich: Es reicht! Und reduzierte konsequent mein Tagesprogramm.

Im Rückblick bin ich heute dankbar für die gemachten Erfahrungen. So schmerzhaft und ungelegen der gesundheitliche Einbruch auch war, so viel habe ich doch daraus gelernt. Und Beschlüsse gefasst:

  • Ich möchte meine Bedürfnisse (noch besser) achten und meine Grenzen wahren.

  • Ich möchte mit meinen Antreibern arbeiten und sie in Zukunft schneller erkennen, wenn sie mich mal wieder zur falschen Zeit zu vermeintlichen Höchstleistungen anspornen.

  • Ich will meine Gesundheit noch stärker priorisieren.

  • Ich möchte jede Woche, am besten jeden Tag, Dinge tun, die mich auf geistiger, körperlicher und seelischer Ebene nähren.

  • Ich möchte jede Woche kritisch meinen sprichwörtlichen „Teller“ betrachten und wenn nötig das Zu-Viel vom Tellerrand schieben.


Hilfe bei der Umsetzung


Hehre Ziele, teure Ziele, wichtige Ziele. Wie kann ich sie einhalten, und sie nicht schon wieder innerhalb weniger Wochen fallenlassen?


Im Gespräch mit zwei Freundinnen stellten wir fest: Wir haben die gleichen Themen. Trotz unterschiedlicher Lebensphasen, Alltagsgewohnheiten und Arbeitssituationen haben wir die Herausforderung gemein, als hochsensible Frauen unsere Bedürfnisse und Grenzen zu wahren. So verabredeten wir uns zu einem wöchentlichen Check-In, um unseren Fokus auch über die Wochen und Monate hinweg nicht zu verlieren. Und was soll ich sagen: Das ist ein für uns wertvolles und wirksames Ritual geworden.


Raum für Selbstreflektion – Gemeinsam!


Wir beschlossen, uns immer zur Mitte der Woche eine Sprachnachricht aufzusprechen, in der wir den Verlauf der letzten Tage für uns selbst analysieren und auf die anstehenden Tage blicken. Als Leitfaden dient eine von uns entwickelte kurze Liste mit Fragen. Ich nehme mir also zehn Minuten, spreche meine Antwort auf und sende sie in die Runde. Die beiden anderen tun dasselbe.


Dieser Rahmen verlangt eine gewisse Verbindlichkeit ab. Während des Aufsprechens beantworten wir uns und den anderen also ganz ehrlich die Frage: Habe ich mein Befinden priorisiert, meine Bedürfnisse wichtig genommen? Und wenn nicht, woran lag es?

Das Beste: Allein das Darüber-Sprechen bietet schon viel Raum für Selbsterkenntnis. Meist ist gar kein explizites Feedback des Gegenübers notwendig. Ich merke selbst beim Aufsprechen meiner Nachricht, bei meinem persönlichen Resümee der Woche , was die kritischen Punkte waren, wann ich gut zu mir war und wann ich mich selbst vernachlässigt habe. Die Methode ist einfach, effizient, nachhaltig und kostenlos. Ein wunderbares Achtsamkeitstool im Alltag!

Für meine Freundinnen und mich ist es außerdem eine wundervolle und verbindende Methode, um neben der Arbeit an uns selbst gleichzeitig in einem wertungsfreien, regelmäßigen Kontakt mit geschätzen Menschen zu sein.

Und so sieht unser Fragenkatalog aus. Ich habe dir auch ein paar Beispiele aufgeführt:

Fragen für deinen Wochen-Review: Was nährt dich & was kann weg?

Status

Wie geht es mir gerade? Wie läuft die Woche?


Rückblick

In welchen Situationen habe ich meine Bedürfnisse (nicht) beachtet? Was war besonders herausfordernd?


Ausblick

Was steht die nächsten Tage an? Wie ist meine Strategie, um meine Grenzen und Bedürfnisse zu achten?

Fokus: Was kann weg?

Was kann runter vom Teller?

Wo möchte ich in der nächsten Woche konkret den Energieaufwand reduzieren?

Beispiel: „Ich will meinen Perfektionismus bezüglich der Abgabe des Projekts am Freitag herunterfahren. Ich will keine Überstunden machen, um meine Energie auf einem guten Niveau zu halten.“

Fokus: Was nährt mich?

Was gibt mir Energie? Wie kann ich mich auf der körperlichen, seelischen und geistigen Ebene in der nächsten Woche gut selbst versorgen?

Beispiel: „Auf dem Weg zur Arbeit steige ich 1-2 Haltestellen früher aus und spaziere dann entspannt ins Büro, um schon morgens Bewegung, Ruhe und Einkehr zu bekommen.“


Und jetzt du!


Du bist herzlich eingeladen, die Wochen-Reflexion auch für dich auszuprobieren und damit zu experimentieren. Sie passt auch ergänzend zu einem laufenden Coaching oder einer Therapie. Wandle sie gern ab, damit sie gut zu dir und deinem Alltag passt:

  • Nutze die Fragen für eine wöchentliche Selbstbefragung beim schriftlichen Journaling.

  • Nutze die Fragen für einen persönlichen Check-In in deiner Lebenspartnerschaft oder Freundschaft.

  • Und wenn ihr nicht an einem Ort sein könnt, vielleicht habt ihr ja auch Lust, die Fragen für einen Reflexions-Dialog aus Sprachnachrichten zu verwenden.

  • Hast du noch eine andere Idee, wie du deine Woche reflektieren kannst? Teile sie gerne mit mir! Ich bin gespannt!

Noch ein wichtiger Hinweis: Egal, ob du alleine oder mit mehreren Menschen reflektierst. Bitte beachte, dass die Fragen nicht auf Selbstoptimierung zielen sollen. Es geht nicht um die Steigerung deiner Effizienz, sondern deines Wohlbefindens.

Ein Wochen-Review kann auch ein wunderbarer Einstieg in eine Coaching-Session sein. Relevante Themen zeigen sich hier sehr klar. Wenn du gerne mit mir gemeinsam deine Herausforderungen im Alltag reflektieren möchtest, komm gern auf mich zu.

Deine Gracia

von Selbstbeschenkt


Integrales Coaching & Training

www.selbstbeschenkt.de



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